KRSO BLEIBT, NEUER PARTNER KOMMT

Handballerinnen der HSG Kinzigtal tun sich mit dem SV Hochland Fischborn zusammen

09.05.2026
SCHLÜCHTERN/STEINAU

„Durchwachsen“. Mit diesem einen Wort lässt sich die Saison der Männer und Frauen der Handballspielgemeinschaft (HSG) Kinzigtal umschreiben.
Während die Männer nach dem Abstieg aus der Bezirksliga mit einem ausgeglichenen Punktekonto einen Mittelfeldplatz in der Bezirksklasse belegten, kämpften die Frauen in der Bezirksliga lange Zeit um den Klassenerhalt, um diesen dann doch zwei Spieltage vor Saisonende sicher einzutüten.

Alisa Zinngrebe (HSG Kinzigtal, Nr. 25) war in der abgelaufenen Saison mit 123 Treffern die zweitbeste Torschützin der Bezirksliga.  Foto: Ralf Hofacker

„Mein Ziel ist eine Platzierung zwischen vier und sechs“, erklärte Eldin Krso, Trainer der Männer, zu Saisonbeginn und hatte damit eine durchaus realistische Einschätzung hinsichtlich der Stärke seines Teams, das am Ende Fünfter wurde. Zehn Siegen standen ebenso viele Niederlagen gegenüber. Hinzu gesellten sich zwei Unentschieden. Zweimal ließ Kin-zigtal dem Gegner wegen Personalmangels die Punkte „per Post“ zukommen. Wäre Kinzigtal beim abgeschlagenen Schlusslicht Kickers Offenbach II angetreten und hätte diese Partie wahrscheinlich für sich entschieden, wäre sogar Rang vier möglich gewesen. Von den beiden Aufstiegsplätzen war Kinzigtal freilich sehr weit entfernt.
Erfreulich, dass sich Kreisläufer Mario Heil (129 Tore) als Fünfter und Rückraumspieler Max Meckl (119) als Siebter in den Top 10 der Torschützenliste platzieren konnten. In diese hätte es Kim Rocskai sicherlich ebenfalls geschafft. Allerdings musste er nach sechs Spielen wegen einer Schulterverletzung seine Laufbahn beenden. In den sechs Partien war er aber trotzdem noch 56-mal erfolgreich. Drei Treffer mehr bei 17 Begegnungen erzielte Rückraumkollege Nick Schlegel. Auf 44 Tore brachte es Routinier Christof Hadwiger (42). Das Kinzigtaler Tor hütete in erster Linie Felix Teubert (17). Studienbedingt konnte Maximilian Dietrich nur fünfmal als Torhüter mitwirken. Insgesamt setzte Krso 22 Akteure ein – einige davon aber nur in ein oder zwei Partien Eldin Krso wird ab Sommer in seine fünfte Saison als HSG-Trainer gehen, verriet HSG-Vorstand Stefan Heil: „Das war mir sehr wichtig, dass Eldin weitermachen wird.“ Abgänge hat die HSG Kinzigtal bislang noch keine zu verzeichnen. Der Kader wird mit den drei A-Jugendlichen Nico Weigand, Finn Bartholomae und Emil  Marburger, welcher im Laufe der nächsten Saison 17 Jahre alt und dadurch für die Senioren spielberechtigt sein werden, ergänzt.

Vom Torhüter zum Torjäger: Mario Heil trumpfte  im Feld auf.  Foto: Archiv

Laufbahnende nach einer  Schulterverletzung: Torjäger Kim Rocskai. Foto: Archiv

Die Frauenmannschaft der HSG Kinzigtal belegte in der Bezirksliga nach sechs Siegen, einem Unentschieden und 13 Niederlagen den neunten Platz. Nach einem schwachen Saisonstart mit 1:9 Punkten wurde Kinzigtal im Laufe der Saison immer besser und ärgerte sogar die Spitzenteams wie Maintal (20:23), Dreieich II (22:23) oder Bruchköbel II, das sogar mit 27:24 besiegt werden konnte.  In der Torjägerliste landeten gleich drei Kinzigtalerinnen unter den ersten zehn: Alisa Zinngrebe mit 123 Toren auf Rang zwei und Annika Fuhrmann und Jessica Sopper mit jeweils 98 Treffern gemeinsam auf dem neunten Platz. Die Kinzigtaler Frauen bestritten letztmals eine Saison in der Konstellation, dass die Spielgemeinschaft sich aus Spielerinnen der Stammvereine TV Steinau und SG Schlüchtern zusammensetzte. Eine Erweiterung der Spielgemeinschaft mit dem SV Hochland Fischborn bahnte sich seit längerem an. „Wir werden auf alle Fälle zusammengehen, wissen nur noch nicht, wie das Kind am Ende heißen und wer Trainer wird. Fakt ist aber, dass die Mannschaft abwechselnd in Steinau und in Birstein trainieren wird und auch die Heimspiele zwischen der HSG und Fischborn aufgeteilt werden“, berichtet Heil. Gespielt wird weiterhin in der Bezirksliga.  rd

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